Jahresrückblick

Meine Top 10 Alben in 2022.

  • Home
  • Presse
  • Die Noisebringer Top 10 Alben in 2022
Was für ein Jahr.

2022. Nach zwei Jahren Corona-Gefängnis gehen wir mit kleinen Schritten der so sehr gewünschten Normalität entgegen. Wir haben endlich unsere eingestaubten Konzertkarten ausgegraben, um Shows zu besuchen, die zum zehnten mal verschoben wurden. 



Wir haben Freunde getroffen, die wir seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen haben, waren in überfüllten Clubs und Bars und haben im Grunde alles versucht, um das Lebensgefühl von vor 3 Jahren wieder herzustellen.

Aber irgendwie fühlt sich jetzt alles anders an.
Während die Welt still stand, sind wir älter geworden.

„Kids“ die im Jahr 2000 geboren wurden, sind mittlerweile 22, Lemmy ist seit 7 Jahren tot und Vulgar Display Of Power ist 2022 dreißig geworden.
Viele Dinge haben sich geändert, aber eines zum Glück nicht.


Es gibt immer noch großartige Bands, die großartige Musik herausbringen.

Ich habe eine Top-Ten-Liste der diesjährigen Veröffentlichungen für euch gebastelt. Hoffentlich werdet ihr dadurch animiert, in eine oder zwei dieser großartigen LPs reinzuhören.

geschrieben von

NOISE

30 / 12 / 2022

Platz 10

Imperial Triumphant - Spirit of Ecstasy

Ein brillantes Werk des New Yorker Trios "Imperial Triumphant". Auf der Platte sammeln sich Einflüsse von Death- Black- Progressive- Technical- und Heavymetal sowie Jazz. Das Songwriting ist grandios, ebenso wie die ganze Atmosphäre auf dem Album.

Platz 9

Piolun - Rzeki Goryczy

Polnischer Melodic Black Metal. Gibt es noch mehr zu sagen? Das Duo schafft eine sehr intensive Atmosphäre. Sowohl das Songwriting als auch die Riffs sind auf den Punkt. Diese LP ist für dunkle, kalte Winterabende gedacht.

Platz 8

Hath - All That Was Promised

Hath aus New Jersey haben mit diesem Album ein absolutes modernes Death Metal Meisterwerk veröffentlicht. Atemberaubende Gitarrenarbeit, starke Produktion und intelligente Texte. Das Ganze in einem progressiven, jedoch sehr eingängigen Songwriting Stil.

Platz 7

Ellende - Ellenbogengesellschaft

Ellende hat mich seit der Veröffentlichung von Todbringer fest im Griff. Melancholie, Depression, Angst und eine Prise Hoffnung sind auf diesem herausragenden Album verewigt worden. L.G. hat es wieder getan. Ein melodisches Post Blackmetal Meisterwerk.

Plartz 6

Acod - Fourth Reign Over Opacities And Beyond

Als ich sie auf dem Ladlo-Fest in Nantes zum ersten Mal sah, war ich sofort Feuer und Flamme. Das Trio Acod hat seinen symphonisch-melodischen Black/Death einfach perfekt umgesetzt.
Ich fragte mich, ob sie in der Lage sein würden, diese intensive Performance auf ihrer neuesten LP einzufangen. Und ich kann euch sagen, das haben sie! Melodisch, eingängig, düster. Fantastisch.

Platz 5

Order Of Nosferat - Nachtmusik

Ich bin ein Fan von High-End-Produktionen, aber die Lofi-Ästhetik dieses Albums passt einfach perfekt. Düsterer Doungen Synth gepaart mit melodischem und atmosphärischem Black Metal. Die Atmosphäre, die auf diesen 10 Songs erzeugt wird, ist absolut einzigartig. Wenn es jemals einen Vampir gegeben hätte, würde er in seinem Sarkophag schlafen und Order Of Nosferat hören.

Platz 4

Lorna Shore - Pain Remains

Immortal war die erste LP, die ich 2020 von Lorna Shore gehört habe. Das Album hat mich umgehauen. Dementsprechend frustriert war ich, als die Kontroversen um Lorna‘s Ex-Sänger begannen und die Band eine Pause einlegte. Aber dann, wie ein Phönix aus der Asche, kamen sie mit ihrer EP ...And I return to nothingness zurück. Die brutalsten und doch melodischsten, die schnellsten und doch mit Breakdowns gespickten Songs, die ich je gehört habe. Ich meine, ALTER. Into the Hellfire - der letzte Breakdown? Diese rotzige, schleimige, dämonische Stimme jagt mir jedes Mal einen Schauer über den Rücken, wenn ich den Song höre.
Die vorhergehende EP hat die Messlatte unglaublich hoch gelegt, was dazu führt, dass das Album nicht so recht mithalten kann. Nichts desto trotz ein absolutes Brett.

Platz 3

Gaera - Mirage

Wenn eine Band in diesen Tagen ihrem Hype gerecht werden kann, dann ist es Gaera. Nach ihrem letzten Werk Limbo und ihrem hervorragenden Vorgänger Unsettling Whispers waren meine Erwartungen hoch. Und siehe da, sie wurden voll und ganz erfüllt. Mirage bietet alles: Eingängige Melodien, Mitsingparts, tolles Songwriting und eine überragende Produktion. Ich habe sie dieses Jahr schon zwei Mal gesehen und war beide Male begeistert.

Platz 2

Chatpile - Gods Country

Das ist das Beängstigendste, was ich seit Daugthers - You Don't Get What You Want gehört habe. 
"Stupid, no, shut up, stupid! I don’t want to be alive anymore, do you?!"
Diese Worte bohren sich auf unerbittliche Weise in dein Gehirn. Sludgy, fett, verzerrt, ekelhaft. Dieses Album ist ein einziger großer Nervenzusammenbruch.

Platz 1

Grima - Frostbitten

Dieses Album ist kalt. Es ist so verdammt kalt, dass man seinen eigenen Atem sehen kann, wenn die Platte läuft. 
Diese Harmonien, das arpeggierte Akkordeon, die schrillen Schreie, der Gesamtsound. Das Ding ist ein Knaller durch und durch.
Grima versucht nicht, mit Hooks und Pop-Songwriting zu fesseln, sondern mit sehr intelligenten Songstrukturen und Übergängen. Die Musik fließt wie ein Fluss durch die eisigen Berge Sibiriens. Sie zwingt einen dazu, immer wieder die Repeat-Taste zu drücken. Man braucht vielleicht 1-2 Durchläufe, bis sie einem ans Herz gewachsen ist, aber das ist es allemal wert. Es ist mein meistgespieltes Album dieses Jahr.
Wenn ihr das Ding noch nicht gehört habt, anmachen. Jetzt!

Ich hoffe, mein kleiner Rückblick hat Euch gefallen. Bleibt nur noch zu sagen:

Bis zum nächsten Jahr!

© 2022 Noisebringer Records GmbH. All rights reserved. Webdesign by semtners.de